Die medizinische Massage umfasst vier Grundtechniken:


Klassische Massage


Die klassische Massage ist wohl die bekannteste manuelle The­rapie­form. Sie unter­scheidet sich von der Sport­massage nur durch die Intensität und die Ge­schwindigkeit der Ausführung. Bei der Sporttherapie werden zusätzlich Verlet­zungen, chronische Reizungen und Verletzungsanfäl­ligkeiten behandelt. Da­bei können alle von mir erlernten Therapie­formen zur Anwendung kommen.

Behandlung:
Ausstreichungen, Knetungen, Reibungen, Vibrationen und Klopfungen der Muskulatur. Der Druck sowie die Geschwindigkeit wer­den der Indi­kation und der erwünschten Wirkung angepasst.

Wirkung:
Fördert die Blutzirkulation, reguliert den Muskeltonus (zu schlaff oder ver­spannt), Entmüdung der Muskulatur (Abtransport von Milchsäure), schmerz­lindernd, för­dert die Muskelelastizität.

Indikationen:
Erkrankungen der quergestreiften Muskulatur, z.B. Muskel­hart­spann, Ver­klebungen, Knötchen, Muskelkater, Muskel­schwund, Haltungsprobleme usw.
Erkrankungen des Bindegewebes
Erkrankung der Wirbelsäule und Gelenke
Leistungssport (Steigerung der Leistungsfähigkeit, Senkung der Verlet­zungsgefahr)
Stress und psychosomatische Störungen



manuelle Lymphdrainage


Die manuelle Lymphdrainage. Jede Zelle in unserem Körper ist von Gewebeflüssigkeit umge­ben. Diese Flüssigkeit tritt aus den Blutgefässen, um die Zellen mit Nähr- und Sauerstoff zu versorgen. Gleichzeitig nimmt sie Abfallstoffe (lymphpflichtige Last) auf, um diese via Lymph­gefässystem den Lymphknoten (LK) zuzuführen. Dort wird die sogenannte Lymphe ge­reinigt und gelangt durch die beiden Venenwinkel in den Blutkreislauf zurück. Lymphatische Organe, die nicht mehr oder unge­nügend funk­tionieren, verursachen Ödeme (Schwellungen, Flüssigkeits­stauungen).

Behandlung:
Langsame rhythmische Pump-, Dreh- und Schöpfgriffe mit sehr gerin­ger Druckintensität im Haut- und Unter­hautbereich.

Wirkung:
Entstauend (beschleunigter Abtransport der Stoff­wechsel­schlacken), verbes­sert die Haut- und Gewebe­spannung, schmerzlindernd und aus­gesprochen entspannend. Regt die Eigenmotorik der Lymphgefässe an und stärkt das Abwehr­system.

Indikationen:
Schwangerschaftsödeme
Ödeme nach Verletzungen Operationen oder Bestrahlungen
primäre und sekundäre Lymphödeme
Ödeme aufgrund venöser Abflussstörungen
bei Migräne
bei Morbus Sudeck (Muskel- oder Knochen­atrophie)
bei schlecht heilenden oder störenden Narben
bei Hauterkrankungen (Schuppenflechten, Akne, usw.)



Fussreflexzonenmassage


Die Fussreflexzonenmassage. Es ist empirisch nachgewiesen, dass alle Organe eine Bezugs­zone an unse­ren Füssen haben. Schmerzen an diesen Reflex­zonen weisen auf energe­tische Stö­rungen des entsprechenden Organs hin.

Behandlung:
Durch Sicht- und Tastbefund wird mit spezieller Grifftechnik festge­stellt, welche Zonen schmerzen und somit auf ein energetisches Un­gleichgewicht eines Organs hinweisen. Die Behandlung sollte keine starken Schmerzen verursachen, denn „schwache Reize wirken fördernd, starke hemmend und stärkste sogar lähmend“ (Arndt-Schulz’sche Lebensregel).

Wirkung:
Die gezielte Be­handlung gleicht Energiestörungen aus und fördert re­flekto­risch die Durchblutung der Organe. Beginnende Krankheiten kön­nen oft früh­zeitig erkannt, behoben oder an den Arzt verwiesen werden.

Indikationen:
Schlafstörungen
Erkrankung des Verdauungsapparates (Durchfall, Ver­stopfung)
Erkrankung des Bewegungsapparat (Arthrose, Rheuma usw.)
Erkrankung der Atmungsorgane (Asthma, Bronchitis)
Nieren- und/oder Blasenbeschwerden
Durchblutungsstörungen
Kopfschmerzen (Migräne)
Menstruationsbeschwerden
Allergien, Hautkrankheiten



Bindegewebsmassage


Die Bindegewebsmassage (BGM) ist eine manuelle Beeinflussung der Körper­decke (Haut/Unterhaut/Muskelfaszie). Durch mechanische Dehnreize wird ver­spanntes Bindegewebe gelöst. Dies bewirkt (ähnlich wie bei der Fussreflex­zonenmassage) eine reflektorische und zusätz­lich segmentale Wirkung auf die entsprechenden Organe.

Behandlung:
Erst bei regelmässiger Behandlung über eine gewisse Zeit­spanne ist die BGM sinnvoll. Mit Zug-, Schiebe- und Strich­techniken wird verklebtes Bindegewebe ge­löst. Hauptsächlich wird am Rücken, z.T. aber auch an den Beinen, Armen und am Brustkorb gearbeitet.

Wirkung:
Vor allem auf das vegetative Nervensystem, verbessert die Durchblu­tung von Haut, Muskeln und Organen. Beein­flusst die einem Rücken­marksegment zugeordneten Haut-, Muskel-, Gefäss-, Organ- und Kno­chengebiete gleich­zeitig (segmental-reflektorisch). Tonusregulie­rend und entspannend.

Indikationen:
funktionelle Erkrankungen aller inneren Organe (glatte Muskulatur)
arterielle Gefässerkrankungen
vegetative Dystonie (zu starker oder zu schwacher Gewebe­tonus)
Stoffwechselstörungen des Bindegewebes